Take part. Make art.

Kanalfest 2025 am Kulturufer des Nassen Dreiecks in Hörstel am 17. August 2025

Das Kanalfest 2025 in Hörstel am Kulturufer des Nassen Dreiecks war ein voller Erfolg! Auch wenn das Wetter zwischendurch ein paar Wolken und einen kurzen Regenschauer mitgebracht hat, konnten wir die meiste Zeit Sonne und gute Stimmung genießen.
Wir haben viele schöne Gespräche mit Kindern und Erwachsenen geführt, gelacht, erzählt und uns ausgetauscht. Ein echtes Highlight war, dass zahlreiche individuelle Taschen im Rahmen des Kunstprojekts „Atlas der Mitten“ gestaltet wurden – jede einzelne ein kleines Kunstwerk und ein Stück gelebte Kreativität. Das hat uns riesig gefreut!
Mit dem Projekt möchten wir einen offenen Dialog anstoßen – über Geografie und Geschichte, über Heimat und Identität. Deshalb laden wir alle Einwohnerinnen und Einwohner des Kreises Steinfurt herzlich ein, ihre persönlichen Geschichten und Materialien einzubringen: Fotos, Zeitungsausschnitte, Videos, alte Karten, Tonaufnahmen oder auch einfach Erinnerungen an Orte im Kreis, die im eigenen Leben eine besondere Rolle spielen oder gespielt haben.
 
Ein herzliches Dankeschön an alle, die vorbeigeschaut, mitgemacht und den Tag so besonders gemacht haben – wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen!
Benutzen Sie das Teilnahmeformular auf www.atlasdermitten.com oder senden Sie uns ihre Beiträge gerne per Mail an:
Weitere Infos gibt es auf der Projektseite www.atlasdermitten.com 

Rheine hört hin – die persönliche Mitte als Klang

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag des Kreises Steinfurt ist auch die Stadt Rheine Teil des Projektes „Atlas der Mitten“. Für das Kunstprojekt werden die geografischen Mittelpunkte im Ortskern und auf einer digitalen Karte dargestellt. Die Bewohnerinnen und Bewohner sind eingeladen, ihre persönliche Mitte zu reflektieren und zu kommunizieren. Das Künstlerpaar Katerina Kuznetcowa und Alexander Edisherov – sie stammen gebürtig aus Belarus und aus Georgien – arbeiten schon sehr lange gemeinsam an verschiedenen Kunstprojekten. Durch Skulpturen in der Region, wie etwa dem Himmelstisch am Kloster Gravenhorst, machten sie ebenso auf sich aufmerksam wie durch unterschiedliche Einzelausstellungen und Kunst im öffentlichen Raum national und international. Nun entwickelt das Künstlerduo den „Atlas der Mitten“ für den Kreis Steinfurt und möchte mit den hier lebenden Menschen in Kontakt treten. Das Projekt soll mehr sein als eine geografische Bestandsaufnahme, vielmehr ist es ein emotionaler Spiegel der Bewohnerinnen und Bewohner. Er lädt dazu ein, die Beziehungen zwischen Raum und Identität zu hinterfragen. So sehen die Künstler den Hintergrund des Projektes.

Neben dem offiziellen Teil – dem Anbringen einer eigens für dieses Projekt entworfenen Plakette am geografischen Mittelpunkt der Stadt – wird in Rheine eine Soundskulptur Geräusche zum Thema „Mitte“ präsentieren: eine Collage von Klängen, die den Ort aus Sicht der Menschen vor Ort hörbar machen.

Alle in Rheine lebenden Menschen sind eingeladen, sich zu beteiligen und ihre akustischen Eindrücke zum Beispiel mit dem Smartphone oder einem anderen Aufnahmegerät für das Projekt zu sammeln und zu teilen. Welche Klänge tragen Erinnerungen, welche Geräusche wecken das Gefühl von Zuhause? Ob das Lied aus der Kneipe, das Rauschen des Waldes, der Klang von Stimmen auf dem Marktplatz – die Bewohnerinnen und Bewohner tragen Geräusche zusammen, die für sie ihren Ort und ihre persönliche Mitte in Rheine ausmachen. Die Aufnahmen können bis zum 1. September 2025 bequem als Audiodatei über die Projekt-Website www.atlasdermitten.com hochgeladen werden. Hier gibt es auch weitere Informationen zum Gesamtprojekt.

Eingeweiht wird die Klangskultptur in Rheine mit der Anbringung der Mittelpunkt-Plakette Mitte September; der genaue Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben.

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Katerina Kuznetcowa und Alexander Edisherov bei der Projektvorstellung am geografischen Mittelpunkt des Kreises Steinfurt.

Projekt „Stop Motion Animationsfilme“

Im Rahmen der Projekttage an der Käthe Kollwitz Realschule in Emsdetten haben Frau Römling und Frau Wieching für die Schüler*innen den Workshop zur Erstellung der Stop Motion Filme angeboten. Er beinhaltet das Erstellen von Filmen, indem physische Objekte schrittweise bewegt und zwischen den Aufnahmen fotografiert werden. Diese Bilder werden zu einem Film zusammengesetzt, der die Illusion von Bewegung erzeugt. Wir haben des Weiteren mit den Schüler*innen eine Verbindung des Kunstprojektes „Atlas der Mitten“ und der Animationstechnik Stop Motion hergestellt, so dass Jugendliche im Alter von 13 – 15 Jahren definiert haben, was für sie die Begriffe Heimat und (emotionale) Mitte bedeuten. So haben die einzelnen Kleingruppen kreativ für sich ausgearbeitet, was Heimat und Identifikation für sie als Kinder und Jugendliche bedeuten. Dabei sind diese Ergebnisse entstanden, die mit Spaß und Herzblut hergestellt wurden.

 

Atlas der Mitten beim Zaubermarkt im Kloster Gravenhorst

Auf der großen Karte des Kreises Steinfurt, die beim Markzauber im Kloster Gravenhorst auslag, setzten Besucher*innen rote Punkte – jeder ein Zeichen für eine persönliche Mitte, einen Ort voller Erinnerung, Bedeutung oder Gefühl.
Manche Punkte wurden ganz intuitiv gesetzt, andere mit viel Überlegung. Eine Frau markierte gleich zwei Orte: einen vollen Punkt in Rheine, ihrer Heimatstadt, und einen halben Punkt in Hörstel, wo sie heute lebt. „Mein Herz ist hier, aber mein Alltag dort“, sagte sie mit einem Lächeln.
Ein Paar aus Hörstel setzte seine Punkte nebeneinander. Auf die Frage, wo genau ihr emotionaler Mittelpunkt liege, antwortete der Mann humorvoll: „Im Kühlschrank.“ Seine Partnerin ergänzte: „Für mich ist es das Nasserdreieck“
Einige Punkte landeten auch außerhalb des Kartenumrisses – denn viele Gäste kamen nicht nur aus dem Kreis Steinfurt, sondern auch aus Osnabrück, Münster und anderen weiter entfernten Orten. Ihre persönlichen Mitten sprengten im besten Sinne die Grenzen der Region.
So wurde die Karte nicht nur ein geografisches Bild, sondern ein Mosaik aus kleinen Geschichten, leisen Erinnerungen und sehr individuellen Blickwinkeln – ein lebendiger Atlas der Mitten.

Atlas der Mitten beim Zaubermarkt im Kloster Gravenhorst

25. Mai 2025

Der Marktzauber im Kloster Gravenhorst zieht jedes Jahr viele Menschen an – auch diesmal war das Gelände voller Stimmen, Farben und Begegnungen. Regen und Wind konnten der Neugier und Offenheit der Besucher*innen nichts anhaben. Zwischen Marktständen, Musik und Gesprächen stellten wir das Projekt Atlas der Mitten vor.

Wir sprachen mit Passant*innen über ihre persönlichen Verbindungen zu Orten in der Region, hörten Erinnerungen, kleine Geschichten, leise Gedanken – gesammelt auf einer großen Karte, auf der jeder die eigene Mitte mit einem roten Punkt markierte. Im Workshop entstanden farbenfrohe Taschen mit dem Logo des Projekts, gedruckt im Siebdruckverfahren und ausgemalt von kleinen und großen Händen. So nahm jede Tasche ein Stück der Idee mit in den Alltag. Es war ein Tag voller Resonanz – offen, spontan, nah. Und ein weiterer Schritt auf dem Weg, den Atlas der Mitten mit Leben und Stimmen zu füllen.