
Auf der großen Karte des Kreises Steinfurt, die beim Markzauber im Kloster Gravenhorst auslag, setzten Besucher*innen rote Punkte – jeder ein Zeichen für eine persönliche Mitte, einen Ort voller Erinnerung, Bedeutung oder Gefühl.
Manche Punkte wurden ganz intuitiv gesetzt, andere mit viel Überlegung. Eine Frau markierte gleich zwei Orte: einen vollen Punkt in Rheine, ihrer Heimatstadt, und einen halben Punkt in Hörstel, wo sie heute lebt. „Mein Herz ist hier, aber mein Alltag dort“, sagte sie mit einem Lächeln.
Ein Paar aus Hörstel setzte seine Punkte nebeneinander. Auf die Frage, wo genau ihr emotionaler Mittelpunkt liege, antwortete der Mann humorvoll: „Im Kühlschrank.“ Seine Partnerin ergänzte: „Für mich ist es das Nasserdreieck“
Einige Punkte landeten auch außerhalb des Kartenumrisses – denn viele Gäste kamen nicht nur aus dem Kreis Steinfurt, sondern auch aus Osnabrück, Münster und anderen weiter entfernten Orten. Ihre persönlichen Mitten sprengten im besten Sinne die Grenzen der Region.
So wurde die Karte nicht nur ein geografisches Bild, sondern ein Mosaik aus kleinen Geschichten, leisen Erinnerungen und sehr individuellen Blickwinkeln – ein lebendiger Atlas der Mitten.